Haus Hof Dorf
Wohnbau am Land - Eine Anleitung
AusstellungseröffnungDie Ausstellung, die im Bereich des Bauwesens einen der drängensten Handlungsbedarfe unserer Zeit thematisiert, wurde vom Architektur RaumBurgenland konzipiert und wird nun von ORTE mit Unterstützung von Wirtschaft Langenlois in Langenlois gezeigt.
Der Bedarf an (leistbarem) Wohnraum steigt, die Bevölkerungsprognosen und die Zunahme der Einpersonenhaushalte zeigen das ganz klar an. Im ländlichen Raum wird der Wohnraumbedarf nach wie vor mehrheitlich mit neugebauten Ein- und Zweifamilienhäusern (EFH/ZFH) gedeckt und das, obwohl man davon ausgehen kann, dass in ca. 74% des österreichischen EFH- und ZFH-Bestandes teilweise enorme Raumressourcen verfügbar wären. Diese Praxis führt tagtäglich zu einer immensen weiteren Flächeninanspruchnahme und Bodenversiegelung. Die Lebensräume von Tieren und Pflanzen werden immer kleiner und geraten mehr und mehr in Bedrängnis. Auch der hohe Energiebedarf und Ressourcenverbrauch, sowie die zunehmenden sozialen Herausforderungen, die mit dem Leben im Einfamilienhaus einhergehen, legen ein sofortiges Umdenken und dringenden Handlungsbedarf nahe. Doch auch der mehrgeschoßige Wohnbau verbraucht Fläche, erzeugt mehr Verkehr und stellt oft einen Fremdkörper für die dörfliche Struktur dar.
Die Ausstellung „Haus Hof Dorf. Wohnbau am Land - Eine Anleitung“ fragt nach möglichen Alternativen jenseits von Einfamilien- und Mehrparteienhaus, nach zeitgemäßen Bau- und Wohnformen im Dorf, die den Anforderungen an ein „Wohnen am Land“ gerecht werden. Sie zeigt jenen Wohnbau am Land, der auf die gewachsenen Dorfstrukturen reagiert und das Haus als Dorfbaustein versteht.
Es werden Projekte präsentiert, die vorführen, wie man innerörtlich auch auf kleinsten, historisch gewachsenen Parzellen Platz finden und die vorhandenen Flächen gut nützen kann. Die Rolle des „Hofes“, der mit seinem geschützten Freiraum ein attraktives Wohnen ermöglicht, wird ebenso beleuchtet, wie die Wechselwirkungen zwischen Wohnen und Infrastrukturen im Dorf. Einrichtungen, Serviceangebote, die den Alltag erleichtern und Empfehlungen, die Ortskerne stärken und den Bedarf an immer größer werdenden Wohnbauten auf der grünen Wiese drosseln, werden vorgestellt.
Die gezeigten Beispiele dienen als Orientierung, inspirieren zur Nachahmung und sind ein klares Statement dafür, wie gut sich Zentrumsbelebung und das Ziel eines reduzierten Flächenverbrauchs kombinieren lassen.
Eine Ausstellung in der Ausstellung ist save the plate, das Re-Use und Upcycling Projekt von Beate Seckauer und Florian Ketter. Ausgemusterte Teller und Porzellanteile werden ein zweites Mal gebrannt und mit einer speziell entwickelten Glasur - manche davon bestehen beispielsweise aus Erde von Langenloiser Weingärten - künstlerisch neu gestaltet. Eine Auswahl der Teller, die "ein zweites Leben als Gebrauchsobjekt" erwartet, wird präsentiert.
Zur Eröffnung am 16. April 2026 erwarten Sie kurzweilige Gespräche mit Harald Leopold, Bürgermeister der Stadt Langenlois, Verena Mann, GF Wirtschaft Langenlois, Ernst Pfaffeneder, ORTE Vorstandsvorsitzender, Nikolaus Gartner, künstlerischer Leiter des Architektur Raumburgenland, Martin Moser GF & Partner von X42 Architektur ZT GmbH sowie Beate Seckauer und Florian Ketter Initiator:innen und Betreiber:innen des save the plate Projekts.
Anschließend laden wir Sie herzlich zu einem Umtrunk ein. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.
Um Anmeldung unter office@orte-noe.at wird gebeten.
Es wird darauf hingewiesen, dass bei der Veranstaltung Fotos gemacht und zum Zweck der Öffentlichkeitsarbeit sowie der Dokumentation verwendet werden.

