Mitglieder im Gespräch

Porträt Timo Riess

"Mit den Herausforderungen des Klimawandels beim Bauen kommt natürlich auf die Architekt:innen eine große Verantwortung zu. Welche Baustoffe sind in Zukunft noch vertretbar? Wie geht man mit immer höheren Temperaturen um, ohne noch mehr Energie für Klimageräte zu verwenden?" Timo Riess, Wien, 2022

Porträt

"Es fehlt an Nachevaluation von Gebäuden. Es fehlen Daten über die Nutzung von Bauwerken und öffentlichem Raum. Die Erfahrungen von Nutzer:innen gelangen selten an die Adresse der Planenden." Thomas Abendroth, Wien, 2022

DREIHAUS, Ernst Pfaffeneder

"Ich denke, wir müssen uns endlich der Frage der Ressource Boden in den Ortsverbänden stellen. Was ist mit den Leerständen, denen gegenüber die ausufernden Umwidmungen für Neubauten an den Ortsrändern stehen? Was passiert mit den Kernen, den Zentren?" Ernst Pfaffeneder, Wien, 2021

"Als Fachbereichsleiterin für Ortsbildschutz kreist im Grunde meine gesamte berufliche Tätigkeit um die Frage, wie erhaltenswerte bauliche Strukturen und die damit verbundene baukulturelle Identität bewahrt bzw. wie eine darauf aufbauende und zukunftsfähige Weiterentwicklung initiiert werden kann." Petra Eichlinger, St. Pölten, 2021

Der f.e.a-Würfel im MuseumsQuartier Wien wurde von KünstlerInnen und ArchitektInnen mit Installationen bespielt.

"Der Relevanz von Architekt:innen und Raumplaner:innen für die Gestaltung unseres Zusammenlebens wird auf der Entscheidungsebene leider zu wenig Rechnung getragen." Anna Soucek, Wien, 2021

"Noch wichtiger als Entstandenes zu kritisieren ist, für oder gegen Projekte und Planungen zu schreiben, in der Verantwortung, Gutes zu befördern und Schlechtes zu verhindern." Nott Caviezel, Wien, 2020

Widerspruch und Komplexität der Erneuerung im Wohnbau, 2020

"Welche Anreize können wir für das gemeinschaftliche Wohnen und Mobilsein schaffen, damit die Individualisierung in Form des Einfamilienhauses und PKWs entzaubert wird? Wie wir wohnen und uns bewegen sind zwei wesentliche Faktoren des ökologischen Fußabdrucks." Carina Sacher, Paris/Krems, 2020

Universitätsklinikum St. Pölten - Haus C, 2018

"Vor allem die städtebaulichen und raumplanerischen Anforderungen sind es, die dringend zu überdenken sind, um umfassende Konzepte für eine auch weiterhin lebenswerte Umwelt zu entwickeln." Dorothea Pfaffenbichler-Beaumont, St. Pölten, 2020

Wohnhausanlage, betreutes Wohnen - Generationen Wohnen Reidling, Sitzenberg-Reidling, 2020

"Leider kommt es hier noch immer zu Spannungen mit Gesetzen und Normen, die das Schaffen von leistbarem Wohnraum verhindern." Andreas Pachner u. Jürgen Heiß, Tulln, 2020

Dachgeschoß - Gründerzeithaus, Mackgasse, Wien 23, 2013

"Ein verpflichtender architektonischer Beirat, gegebenenfalls mit mehreren Architekt:innen besetzt, würde hier hilfreich sein." Raphael Siebert, Wien, 2020

denk.ARCHITEKTUR - Büro in Wien 16

"Ich bin froh, dass die eher kleinen Bauaufträge, die ich zunehmend bekomme, vor allem „Weiterbauten am Bestand“ sind, da fühle ich mich sehr wohl, obwohl der Aufwand ein viel größerer ist als beim Neubau." Franz Denk, Wien, 2020

The Brick/Biotope City - Wien, Architektur: RLP Rüdiger Lainer + Partner, 2020

"Architektur ist grundsätzlich politisch, da gebauter Raum unsere Umwelt definiert, sie strukturiert und auch zur Bühne für uns alle wird." Rüdiger Lainer, Wien, 2020

"Ja, ich finde es erstrebenswert, dass sich Architektinnen und Architekten, nicht nur unterhalb der öffentlichen Wahrnehmungsschwelle politisch einbringen, sondern auch konkret Ämter in Gemeinderäten, Landtagen und dem Nationalrat anstreben." Franziska Leeb, Wien, 2020

Pflegeheim und Hospiz, Horn, 2014

"Eine Reduktion der Zersiedelung und Flächenversiegelung, eine Verbesserung der wirtschaftlichen und sozialen Lebensbedingungen, vor allem in strukturschwachen Gebieten, ist dringend nötig." Klaus Duda, Wien, 2019

Millenniumskirche, St. Pölten-Stattersdorf, 2000

"Es bräuchte mehr öffentliches Bewusstsein für stadtfunktionale und gestalterische Fragestellungen; eine konstruktive Mithilfe der Medien wäre dabei wünschenswert." Wolfgang Pfoser, St. Pölten, 2018

Alpiner Stützpunkt - Schiestlhaus, Stmk., 2005

"Anzustreben wären Modelle, die so angelegt sind, dass in Wettbewerbsverfahren nicht zu viel geistige Energie sinnlos vernichtet wird. Denn es kann nicht sein, dass die Summe der unbezahlten Wettbewerbsleistungen der einzelnen Teilnehmer:innen die Baukosten des Wettbewerbsgegenstandes übersteigt , wie dies leider öfters schon der Fall war." Martin Treberspurg, Wien, 2018

Hanghaus J. - Einfamilienhaus Neuerrichtung, Wien, 2016

"Jeder Mensch sollte sich politisch engagieren. Ich persönlich konzentriere mich in dem Zusammenhang auf Themenbereiche und Herausforderungen wie die innerstädtische Nachverdichtung, Stadtteilrevitalisierung und Restaurierung, sowie die Weiterentwicklung von historischen Bauten." Andreas Aichberger, Wien/St. Pölten, 2018

Pfarrkirche Gallspach, Neubau, 2005

"Die Gleichzeitigkeit der Wahrnehmung von Veränderungen, Chancen und Fehlentwicklungen sollte uns Verpflichtung sein, uns immer wieder zu Wort zu melden. Darin liegt auch eine immens politische Dimension - weit vor jener, mit der unsere Projekte in der Tagespolitik ständig konfrontiert sind." Ernst Beneder, Wien, 2018

Hort Stadlerstraße Linz, 2016

"Jedes Engagement hilft, sei es durch Aufzeigen von Best Practice Beispielen, Einsetzen für Rahmenbedingungen und Schaffung eines Umfeldes, in dem Architektur wachsen kann: faire Wettbewerbe und Honorare, Schaffung von Gestaltungsbeiräten." Anne Mautner Markhof, St. Florian/OÖ, 2018

Lebenshilfe Werkstätte "Ilse Fischer", Berndorf, 2018

"Es gibt viel zu viele Regeln beim Bauen, auch völlig unnötige. Demzufolge ist „form follows paragraph“ in vielen Bereichen Wirklichkeit geworden, leider. Hier gilt es, Abhilfe zu schaffen." Gabriele Schöberl, Berndorf, 2018

blackbox - Einfamilienhaus Neubau, Wien, 2010

"Oft muss man sich als Planender im Laufe eines Projektes erst seine Daseinsberechtigung erarbeiten. Wir denken, hier wäre dringend mehr Aufklärungsarbeit in der Bevölkerung notwendig über die vielfältigen, umfangreichen und komplexen Tätigkeiten eines Architekten." Christian Formann, Wien, 2018

Sport- u. Wellnessbad Eggenberg - Graz, 2011, Sportbad Innenbereich

"Es fällt mir bei Besprechungen auf, dass weibliche Teilnehmer:innen im Architekturumfeld eher selten sind. Ich bedaure das sehr – aber es gibt auch Grund zur Hoffnung." Hemma Fasch, Wien, 2018

Tower of Power, Wien Brigittenau, 2017

"Baukultur ist stark vom Bauen abhängig und steht deswegen im Einflussbereich von Geld und Macht. Das verleiht ihr bleierne Flügel." Lukas Göbl, Wien/Krems, 2018

Wohnen mit scharf! - Ernst-Melchior-Gasse, Wien 2, 2014

"Wir würden gerne Zonen definieren, wo nicht gebaut werden darf. Orte, wo Natur entstehen kann, wie wir sie noch nicht kennen..." Verena Mörkl, Wien, 2018

JoJo - Wohnhaus, Klosterneuburg, 2013

"Es wäre uns ein Anliegen, dass viel mehr Leute bewusst sehen, in welchen Räumen sie sich bewegen. Dann würden sie erkennen, dass Architektur ein Bestandteil des täglichen Lebens ist und durch sorgfältige Planung das Wohlbefinden positiv beeinflusst wird." Martina Barth-Sedelmayer, Klosterneuburg, 2017

Wellnessgebäude AdVineas, Mautern (NÖ), 2015

"Ich wünschte mir mehr Wertschätzung für das Wissen, die Erfahrung und die Arbeit von Architekt:innen. Es sollte genauso selbstverständlich werden, im Zusammenhang mit Fragen, die das Bauen betreffen, Architekt:innen zu konsultieren, wie man im Bedarfsfall sein Auto einem Mechanikerbetrieb anvertraut." Martin Wagensonner, Krems, 2017

Produktionshalle und Verwaltung - Schoeller-Bleckmann Oilfield Technology, Ternitz, 2013

"Ich würde gerne das Verständnis, dass die gebaute Umwelt für alle Menschen einen wichtigen Teil im Leben einnimmt, stärken." Harald Höller, Wien, 2017

basecamp 42 - Gartenhaus in Wiener Neustadt, Gebäude und Einrichtung

"Ich würde mir viel mehr Frauen in der Baubranche wünschen, vom Handwerk bis zum Bauträger. Bauen ist zu oft eine unerträgliche Testosteronschlacht." Konrad Hitthaler, Wien, 2017

Eishalle, St. Pölten, 2007 (Sam Ott-Reinisch Architekten)

"Würde die Gesellschaft realisieren, dass „gute Architektur“ gesund ist, dann würden uns die Vertreter:innen der Gesellschaft, die das erkennen - ähnlich wie bei guten Chirurg:innen - die Tür einrennen, um als Patient:innen aufgenommen zu werden." Franz Sam, Krems/Wien, 2017

Einfamilienhaus D., Auersthal, 2014

"Selbst kleinste Bauaufgaben werden im Ländle oft von einfachen Menschen beauftragt, von motivierten Architekt:innen gestaltet und von kongenialen Handwerker:innen realisiert. Eine auf diesem Vorzeigemodell basierende "baukulturelle Frischzelleninjektion" würde Niederösterreich gut tun. Diese in Schwung zu bringen, ist ein wesentliches Motiv, um sich bei ORTE zu engagieren." Martin Rührnschopf, Wien, 2017

ML Museum Liaunig, Neuhaus, 2015

"Wir würden gerne mehr Wertschätzung erfahren. Die Geringschätzung gegenüber unserer Branche, die sich letztendlich in miesen Verträgen und desaströsen Wettbewerbsbedingungen ausdrückt, ist dramatisch." Jakob Dunkl, Wien 2017

Sanierung in Wien 9, 2015

"Ausführende früher in die Planungsphase holen. Den Holzbau als Symbiose von Handwerk und Architektur fördern." "Architektur in die Bildung integrieren: Die Jüngsten für Räume und die bewusste Wahrnehmung ihrer Umgebung begeistern." Petra Zwetzbacher und Wolfgang Bereuter, Wien, 2017

Volksschule Marbach, 2006

"Baukultur wird von allen Menschen in einem Land geschaffen. Sie ist eine Investition in die Lebensräume der Zukunft." Georg Bauer und Walter Brandhofer, Purgstall, 2017

Hermine Dasovsky-Platz & Susanne Schmida-Gasse, 2015

"Landschaftsarchitektur ist vielfach abhängig vom Goodwill der Politik und manchmal auch der Verwaltung. Ich wünsche mir mehr Selbstverständlichkeit in der Mitwirkung von Landschaftsarchitekt:innen und eine entsprechende Entlohnung - zumindest von der öffentlichen Hand." Anna Detzlhofer, Wien, 2017

Einfamilienhaus R., Rekawinkel, 2016

"Ich würde gerne das Architektur-Bewusstsein der Menschen schärfen, um aufzuzeigen, wie sehr die gebaute Umgebung unser emotionales Empfinden beeinflusst. " Reginald Chociwski, Wien, 2016

jardin.mediterraneen – Weltkulturerbe Stift Melk, 2011

"An den uns umgebenden Lebensräumen gäbe es an jeder Ecke etwas zu ändern." Landschaftsplaner Alfred Raimund Benesch, Melk, 2016

Weingut E., Poysdorf, 2016

"Ich wünsche mir mehr Wissensvermittlung über Baukultur im Bildungsprozess, damit in der Gesellschaft ein verantwortungsvollerer Umgang mit ihr verankert wird." "Ich würde gerne das Architekturbewusstsein in unserer Gesellschaft verbreitern." Stefan Hinterhofer & Christian Tintscheff, Wien, 2016

"In allen Schulen einen umfassenden Unterricht zum Erkennen der Wichtigkeit von Baukultur in unserer Gesellschaft verankern." "Raschere Entscheidungsprozesse und die Entrümpelung des Vorschriftenwesens herbeiführen." Manfred Hirschler & Peter Scheufler, Wien, 2016