Galemo Klosterneuburg
Bau[t]Kultur!21. und 22. Februar 2022
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Architektur & Landschafts-, Verkehrs- und Raumplanung verstehen und erleben
ORTE bietet auch 2027 wieder die beliebten Workshops für Baukulturvermittlung für und mit Schüler:innen an Niederösterreichs Schulen an.
Das Angebot richtet sich an alle Schulformen und alle Schüler:innen ab der 3. Schulstufe (VS, NMS, PTS, AHS, BHS), buchbar in Form von zwei- oder vierstündigen Einheiten indoor und/oder outdoor (2 UE indoor oder 2 UE outdoor oder 4 UE indoor+outdoor) für eine Gruppengröße von je einer Klasse bzw. maximal 25 Schüler:innen. Das Programm ist ab Dezember 2026 und ganzjährig buchbar – in Abstimmung mit dem Vermittlungsteam und nach Verfügbarkeit.
Die gebaute Umwelt ist unser Lebensraum und zugleich unser Spiegelbild. Sie zeigt, welchen Wert wir dem Wohnen, dem Arbeiten, dem öffentlichen Raum und unserem gesamten Lebensumfeld beimessen. Wie unsere Umgebung gestaltet ist, beeinflusst unseren Alltag, unser Wohlbefinden und unser Zusammenleben – und sie bleibt über Jahrzehnte wirksam. Gerade weil ein großer Teil unserer Lebensausgaben in das Bauen und Wohnen fließt, ist es wesentlich, junge Menschen frühzeitig für die Gestaltung ihrer gebauten Umwelt zu sensibilisieren und ihnen zu vermitteln, dass diese gestaltbar ist.
Für ORTE bedeutet baukulturelle Bildung daher mehr als die Vermittlung von Wissen über Architektur. Sie schafft Bewusstsein für den unmittelbaren Lebensraum und für die Verantwortung, die wir mit seiner Gestaltung übernehmen. Dazu gehört auch der Blick auf die größeren räumlichen Zusammenhänge: auf Städte und Dörfer, Landschaften und Freiräume, auf Mobilität und Infrastruktur – und zunehmend auf den Boden als begrenzte und nicht vermehrbare Ressource.
Denn Fragen der Bodenversiegelung, der Zersiedelung und des Flächenverbrauchs sind längst keine abstrakten Zukunftsthemen mehr. Sie bestimmen unsere Lebensräume und füllen täglich die Schlagzeilen: Wie viel Boden verbrauchen wir? Wo und wie bauen wir? Welche Freiräume wollen und müssen wir erhalten? Was bedeutet es für unsere Landschaften, wenn Siedlungen immer weiter wachsen? Und wie können wir unsere Orte so entwickeln, dass sie auch für kommende Generationen lebenswert bleiben? Baukulturelle Vermittlung eröffnet einen Raum, in dem junge Menschen diese Fragen nicht nur kennenlernen, sondern ihre Umgebung selbst erforschen, Zusammenhänge erkennen und eigene Vorstellungen für deren Zukunft entwickeln können.
Lernen durch Wahrnehmen und eigenes Tun
Für Niederösterreichs Schulen hat ORTE gemeinsam mit Sibylle Bader und ihrem Team der Wanderklasse ein baukulturelles Vermittlungskonzept entwickelt, das seit mehr als zehn Jahren erfolgreich umgesetzt wird. Die Wanderklasse bringt Baukultur direkt dorthin, wo junge Menschen ihren Alltag verbringen: in die Schule und in deren unmittelbares Umfeld. ORTE bietet dieses langjährig erprobte Vermittlungsangebot in einem limitierten Kontingent jährlich kostenfrei an.
Junge Menschen aller Schulstufen und -arten werden in plastischer Sprache und durch eigenes Tun zur Mitgestaltung vor Ort – in ihrer Schule – angeregt und lustvoll an Baukultur herangeführt. Workshops im Innen- und Außenraum ermöglichen ein kreatives „Erforschen“ der eigenen Umgebung. Durch Fassadenlesen und Zeichenübungen wird die Wahrnehmung auf Gebäudedetails gelenkt; der eigene Körper kann als Vermessungsinstrument eingesetzt werden und macht die permanente Beziehung zwischen Mensch und Raum unmittelbar erfahrbar.
Dabei bleibt der Blick nicht beim einzelnen Gebäude stehen. Vom Klassenzimmer über den Schulhof und den öffentlichen Raum reicht die Auseinandersetzung bis in die umgebende Landschaft und zu den Fragen, wie wir mit Grund und Boden umgehen. Wie viel Fläche wird versiegelt? Welche Räume brauchen wir tatsächlich? Was geht verloren, wenn Freiflächen verbaut werden? Welche Qualitäten machen einen Ort lebenswert? Und wie können bestehende Räume anders, besser oder gemeinschaftlicher genutzt werden?
Spiel und Experiment kommen dabei ebenso wenig zu kurz wie Beobachtung und Reflexion. Ziel ist es, nachhaltig neue Impulse und Ideen für Architektur, Städtebau, Landschafts- und Verkehrsplanung zu geben. Junge Menschen sollen ihre Umwelt nicht als unveränderliche Gegebenheit verstehen, sondern als etwas, das von Menschen gestaltet wird – und an dessen Gestaltung sie selbst teilhaben können.
Baukultur als Querschnittsmaterie
Baukultur ist eine Querschnittsmaterie und lässt sich in nahezu alle Unterrichtsfächer und Schulstufen integrieren. Die Workshops der Wanderklasse können sowohl in der Schule als auch außerhalb stattfinden und ermöglichen auch fächerübergreifendes Arbeiten. Architektur, Raumplanung, Landschaft, Mobilität, Ökologie und der Umgang mit Boden werden dabei nicht isoliert betrachtet, sondern als miteinander verbundene Aspekte unseres Lebensraums verstanden.
Kritisch, kompetent und mit viel Praxisnähe vermittelt das Team der Wanderklasse, worauf es ankommt, wenn wir unsere Umwelt nachhaltig gut gestalten wollen. Die Schüler:innen lernen, genauer hinzusehen, Fragen zu stellen, Zusammenhänge zu erkennen und eigene Ideen zu entwickeln. So wird baukulturelle Vermittlung zu einer lebendigen Auseinandersetzung mit der Frage, wie wir leben wollen – und wie wir die Räume, die uns zur Verfügung stehen, verantwortungsvoll und zukunftsfähig gestalten können.
Baukulturelle Bildung bedeutet damit auch Zukunftsbildung: Sie stärkt die Wahrnehmung für den eigenen Lebensraum, vermittelt Gestaltungskompetenz und schafft ein Bewusstsein dafür, dass Boden, Raum und gebaute Umwelt nicht unbegrenzt verfügbar sind. Wer früh lernt, die eigene Umgebung zu verstehen und mitzugestalten, kann auch Verantwortung für ihre Zukunft übernehmen.
Auch im kommenden Schuljahr kommt Sibylle Bader vom Verein Wanderklasse mit ihrem Team gerne an Ihre Schule. Mit Spiel und Experiment vermittelt sie erlebnisreich und kritisch Baukultur sowie die Disziplinen Architektur, Städtebau, Raum-, Landschafts- und Verkehrsplanung, wobei sich der Fokus stehts auf den Klimaschutz richtet. Da sich Baukultur als Querschnittsmaterie versteht, lässt sich ihre Vermittlung in jedes Unterrichtsfach integrieren.
Die Workshop-Termine sind von den Pädagog:innen in Abstimmung mit der Wanderklasse selbst wählbar. Auch besteht die Möglichkeit, im Vorfeld gemeinsam mit dem Team das Workshop-Programm auf standortbezogene Themen anzupassen.
Pädagog:innen sichern sich ihren Termin für 2027 unter office@orte-noe.at und geben uns ihre Kontaktdaten bekannt, sowie Alter und die Anzahl der Schüler:innen, und den gewünschten Zeitraum für die Durchführung. Die Termine werden individuell vereinbart.
Hinweis: Die Wanderklasse wandert umweltfreundlich und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln und notfalls dem Faltrad zu Ihnen unterwegs.
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