Aktuell

Lufbild einer großflächigen Versiegelung inmitten von Ackerflächen
Abendsymposium

Flächeninanspruchnahme und Klimawandel setzen Böden und Artenvielfalt schwer unter Druck. Die Ernährungssicherheit wird in Österreich neben klimabedingten Ernteausfällen und dem Rückgang von Ökosystemleistungen auch durch die Inanspruchnahme landwirtschaftlicher Flächen für Infrastruktur-, Siedlungs- und Gewerbezwecke gefährdet. Wesentliche Treiber dabei sind Industrieanlagen, Logistikzentren, Einkaufsparks und neuerdings Rechenzentren. Dem Land NÖ liegen derzeit rund 100 Anfragen für neue Rechenzentren vor! Der dadurch entstehende Nutzungsdruck wirkt sich in vielen Regionen nachteilig auf die landwirtschaftliche Produktion aus. Österreich importiert Nahrung, die wir vom Supermarkt holen, der vielfach auf der „grünen Wiese“ steht. Bei der geplanten Veranstaltung im November Handlungsmöglichkeiten und -optionen aufgezeigt.

Symposium

Die zweite Ausgabe der Veranstaltungsreihe richtet den Blick auf das Leben im Quartier. Denn wenn das Bauen der Anfang einer Transformation ist, beginnt ihre eigentliche Wirkung erst dort, wo Menschen die entstandenen Räume mit Leben füllen. Ein Haus kann errichtet, ein Quartier geplant werden – Nachbarschaft hingegen lässt sich nicht bauen. Sie entsteht durch Begegnung, Teilhabe und die Bereitschaft, Verantwortung füreinander und für den gemeinsamen Lebensraum zu übernehmen.

Sanierungsbedarf
Vortrag und Diskussion

Wie können wir den enormen Bestand an bestehenden Gebäuden zukunftsfähig machen, ohne Sanierung unnötig kompliziert, teuer und ressourcenintensiv zu gestalten? Statt Gebäude abzubrechen und durch Neubauten zu ersetzen oder sie mit immer aufwändigeren technischen Systemen aufzurüsten, geht es darum, zunächst genau hinzusehen und die Qualitäten des Vorhandenen zu erkennen. Angesichts der Klimakrise, steigender Baukosten und knapper werdender Ressourcen ist ein Perspektivenwechsel angesagt: Nicht die maximale energetische Optimierung eines Gebäudes muss das Ziel sein, sondern eine angemessene Instandsetzung, die robust und langfristig tragfähig wirkt. Die Vortragenden Anne Niemann, Johanna Digruber und Karl Stingl stellen unterschiedliche, sich zugleich ergänzende Zugänge vor.

JA Stein
ORTE vor Ort - Spezialveranstaltung nur für ORTE-Mitglieder

Die Justizanstalt Stein ist nicht nur Österreichs größte Strafvollzugsanstalt für den Vollzug längerer Haftstrafen, sondern auch ein außergewöhnliches architektonisches und zeitgeschichtliches Dokument. An dem über Jahrzehnte gewachsenen, immer wieder veränderten Gebäudekomplex lässt sich exemplarisch ablesen, wie Architektur auf gesellschaftliche, institutionelle und funktionale Veränderungen reagiert – und wie komplex der Umgang mit einem derart belasteten und zugleich architektonisch bedeutenden Bestand ist.

Sieht deine Stadt vielleicht so aus?
Erster kreativer Schreib- und Gestaltungsworkshop für Familien mit Kindern von 8 bis 10 Jahren

Wie sieht unsere Stadt aus? Was gefällt uns? Was fehlt uns? Und wie könnte unsere Traumstadt aussehen? In diesem Workshop erkunden wir unsere Stadt auf ganz besondere Weise: mit Wörtern, Geschichten, Fantasie und gemeinsamen Ideen. Wir schreiben, zeichnen, kombinieren, erfinden und gestalten – und entdecken dabei, wie unterschiedlich wir unsere Stadt erleben und was uns miteinander verbindet. Wir erfinden gemeinsam neue Wörter aus Stadt und Dorf, sammeln Lieblingsorte und lassen daraus ein großes, buntes Gemeinschaftsplakat entstehen. Es wird geschrieben, gezeichnet, geklebt und vielleicht auch herzlich gelacht. Denn wer weiß schon, was herauskommt, wenn Stadt und Dorf miteinander neue Wörter bekommen? Jedenfalls ein Stadt-Salat!

Luftbild Burgenland
Vortrag und Gespräch

Barbara Steinbrunner, Raumplanerin und Expertin für Fragen der Boden- und Siedlungspolitik sowie seit Juni 2026 neues Vorstandsmitglied von ORTE, wird in ihrem Vortrag die wichtigsten Ergebnisse und Erkenntnisse aus ihrer im Juli 2026 erfolgreich abgeschlossenen Dissertation vorstellen. Im Zentrum ihrer Arbeit steht die Frage, wie mit gewidmetem, aber unbebautem Bauland angesichts des fortschreitenden Bodenverbrauchs umgegangen werden kann.

Finde den Eisbären!
Zweiter kreativer Schreib- und Gestaltungsworkshop für Familien mit Kindern von 8 bis 10 Jahren

Wie sieht eine Stadt aus, in der sich alle Lebewesen wohlfühlen? Wie wäre es, wenn wir unsere eigene Stadt erfinden könnten? Was gäbe es dort? Wer würde dort leben? Was brauchen Menschen, Tiere und vielleicht sogar fantastische Wesen, um sich wohlzufühlen? In diesem Workshop lassen wir unserer Fantasie freien Lauf. Wir erfinden eine Stadt, schreiben Geschichten und wechseln die Perspektive: Was erlebt eigentlich ein Tier, das mitten in der Stadt lebt? Was würde es sich wünschen? Was braucht es, um dort glücklich zu sein?

Vortrag und Materialpräsentation von Petra Gruber

Was wäre, wenn Baustoffe nicht mehr industriell produziert, sondern zum Wachsen gebracht würden? Wenn Pilzgeflechte organische Reststoffe in leichte, stabile Materialien verwandeln könnten, die am Ende ihres Lebenszyklus wieder in biologische Kreisläufe zurückkehren? Was zunächst ungewöhnlich klingt, eröffnet neue Perspektiven für eine Architektur, die Ressourcen schont und sich von fossilen Rohstoffen löst. Petra Gruber, Architektin, Forscherin und Leiterin der Abteilung für Hochbau an der Universität für angewandte Kunst Wien, gibt Einblick in die aktuellen Entwicklungen myzelbasierter Materialien und zeigt im Rahmen eines Vortrags mit Materialpräsentation, welches Potenzial in ihnen steckt. Die Forschung an pilzbasierten Baustoffen stellt nicht nur neue Materialien bereit, sondern wirft auch eine grundlegende Frage auf: Wie verändert sich Architektur, wenn wir Baustoffe nicht mehr nur produzieren, sondern kultivieren?

Ehemalige Reitschule in Grafenegg
ORTE vor Ort-Bauvisite

Was geschieht, wenn ein historisches Gebäude eine neue Stimme erhält? Wenn Mauern, Dach und räumliche Proportionen ihre Geschichte bewahren und zugleich den Anforderungen einer zeitgemäßen Nutzung gerecht werden sollen? Der Rudolf Buchbinder-Saal in Grafenegg erzählt von einem solchen Weiterbauen. Unter der Planung von Architekten Maurer & Partner wurde die zwischen 1841 und 1845 errichtete historische Reitschule umfassend revitalisiert und in eine zweigeschossige Spielstätte für Kammermusik, Rezitale und weitere Veranstaltungsformate verwandelt.

Werft Korneuburg
Eintägige Exkursion

Was passiert, wenn die Produktion endet, Fabriken neue Aufgaben bekommen und große Industrieareale zum Gegenstand unterschiedlicher Zukunftsvorstellungen werden? - Die vierte Ausgabe der Exkursionsreihe (g)runderneuert führt ins Weinviertel und nach Korneuburg. Drei Orte, drei unterschiedliche Wege in die Zukunft: eine Zuckerfabrik nach dem Ende ihrer Produktion, ein ehemaliges Ziegelareal, das zum Gemeindezentrum wird, und eine traditionsreiche Schiffswerft, deren weitere Entwicklung offen ist. Wir erkunden, was im Bestand steckt: Welche Gebäude und Infrastrukturen lassen sich weiternutzen? Wie können Bauteile im Kreislauf bleiben? Und wie gelingt es, historische Substanz, wirtschaftliche Interessen und die Bedürfnisse der Bevölkerung zusammenzubringen? Einblicke vor Ort zeigen Chancen und Konflikte der Transformation.

Bahnhof Hennersdorf, Ostertag Architects
Vorträge, Werksbesichtigung, Bauvisite

Der Ziegel ist einer der ältesten Baustoffe Europas – und steht heute vor neuen Herausforderungen. Wie kann eine energieintensive Industrie klimaverträglicher produzieren? Welche Qualitäten bietet der Ziegel in einer zunehmend heißen Welt? Und wie lässt sich aus einem traditionsreichen Material anspruchsvolle, zeitgemäße Architektur entwickeln? In Kooperation mit der Wienerberger Österreich GmbH geht ORTE diesen Fragen nach und spannt einen Bogen von der Architekturgeschichte über den Wandel der industriellen Produktion bis zur gebauten Praxis. Mit dem Architekten, Architekturwissenschaftler und Kurator Adolf Stiller, Wienerberger-Geschäftsführer Johann Marchner und dem technischen Vermittler Sascha Träger führt der Nachmittag von neuen Perspektiven auf den Baustoff zur Werksbesichtigung. Eine Bauvisite am Bahnhof Hennersdorf mit Architekt Markus Ostertag zeigt schließlich, wie technologische Innovation und architektonische Qualität zusammenfinden.

Architekturreise

Triest ist eine Stadt der Übergänge: zwischen Meer und Karst, zwischen habsburgischer Vergangenheit und italienischer Gegenwart, zwischen Hafen, Handel und urbaner Transformation. Unsere Architekturreise führt mitten hinein in dieses vielschichtige Gefüge und lädt dazu ein, die Stadt aufmerksam zu durchqueren, genau hinzusehen und Architektur in ihren räumlichen, sozialen und kulturellen Zusammenhängen zu entdecken.