NachbarORTE Triest
Baukultur zwischen Küste und Karst
ArchitekturreiseTriest ist eine Stadt der Übergänge: zwischen Meer und Karst, zwischen habsburgischer Vergangenheit und italienischer Gegenwart, zwischen Hafen, Handel und urbaner Transformation. Unsere Architekturreise führt mitten hinein in dieses vielschichtige Gefüge und lädt dazu ein, die Stadt aufmerksam zu durchqueren, genau hinzusehen und Architektur in ihren räumlichen, sozialen und kulturellen Zusammenhängen zu entdecken.
Ausgehend von Carlo Scarpas präziser Erweiterung des Museo Revoltella führt die Reise durch unterschiedliche Schichten und Räume der Stadt: vom historischen Porto Vecchio und seinen gegenwärtigen Transformationsprozessen über das Castello di Miramare an der Küste bis hinauf zum Santuario di Monte Grisa. Mit Rozzol Melara und dem Villaggio del Fanciullo richtet sich der Blick schließlich auch auf prägnante Beispiele der Architektur und des Wohnungsbaus der Nachkriegszeit, auf ihre gesellschaftlichen Vorstellungen und ihre heutige Realität.
So spannt sich ein vielschichtiger Bogen zwischen Stadtgeschichte, Materialität, Baukultur und gesellschaftlichem Wandel. Begleitet von Spaziergängen, Kaffeepausen, literarischen Impulsen und Begegnungen vor Ort erkunden wir Triest nicht nur anhand einzelner Bauwerke, sondern als gewachsenen und widersprüchlichen Stadtraum – da costa a monte, von der Küste hinauf zum Karst.
Konzipiert und geleitet wird die Exkursion von David Calas, dessen familiäre Wurzeln in der Region liegen. Im Rahmen von Lehrveranstaltungen an der TU Wien hat er sich bereits mit unterschiedlichen Bezirken und Stadträumen Triests auseinandergesetzt. Frühere Kooperationen mit der Stadt Triest sowie seine langjährige Mitarbeit im Atelier Boris Podrecca haben diese Beschäftigung mit der Stadt über viele Jahre hinweg begleitet und vertieft. Daraus ist eine kontinuierliche, von persönlicher Verbundenheit ebenso wie von architektonischer Neugier geprägte Auseinandersetzung mit Triest entstanden.
Die Exkursion lädt dazu ein, Architektur nicht nur zu betrachten, sondern sie zu lesen: als Ausdruck ihrer Zeit, ihrer gesellschaftlichen Vorstellungen und der konkreten Bedingungen eines Ortes. Gebäude, Infrastrukturen und Stadträume werden dabei zu Ausgangspunkten für Fragen nach dem Umgang mit dem Bestand, nach Transformation und Weiterentwicklung, nach Wohnen und Öffentlichkeit sowie nach der Stadt als gelebtem Kulturraum.
Triest wird auf dieser Reise zum Labor für diese Fragen – und zugleich zu einer Stadt, deren besondere Qualität gerade in ihren Übergängen, Brüchen und Überlagerungen liegt: zwischen Küste und Karst, zwischen verschiedenen politischen und kulturellen Zugehörigkeiten, zwischen Erinnerung und Gegenwart, zwischen großen historischen Erzählungen und dem Alltag ihrer Bewohner:innen.
Das vollständige Programm finden Sie im beiliegenden Dokument bzw. unterhalb der Fotoleiste. Bitte scrollen Sie dafür bis zum Ende der Seite.
Anmeldungen sind ab sofort bis spätestens 15. Dezember 2026 unter https://forms.gle/LJXYdpGbAWmrpkM2A möglich.
Modalitäten
Teilnahmegebühr: EUR 550 pro Person
inkl. Bustransfers, Führungen, Eintritte und Reiseleitung
Nicht inkludiert: Anreise, Unterkunft und Verpflegung
Die Teilnahmegebühr wird ab Jänner 2027 in Rechnung gestellt und ist innerhalb von 14 Tagen zu begleichen.
Bei einer Stornierung bis einschließlich 17. Februar 2027 beträgt die Stornogebühr 50 % der Teilnahmegebühr zuzüglich EUR 20 Bearbeitungsgebühr. Bei einer Stornierung von 18. Februar bis einschließlich 17. April 2027 beträgt die Stornogebühr 90 % der Teilnahmegebühr zuzüglich EUR 20 Bearbeitungsgebühr. Nach dem 17. April 2027 ist keine Rückerstattung mehr möglich.
Begrenzte Teilnehmer:innenzahl!
Die Exkursion findet ab einer Mindestteilnehmer:innenzahl von 15 Personen statt.
Programm und kleine Änderungen vorbehalten.

