Transformation hat Bestand #2
New European Bauhaus – Creating Neighbourhoods
SymposiumWie wollen wir morgen zusammenleben?
Mit der ersten Ausgabe von Transformation hat Bestand wurde die Tischlerei Melk als Ort des Wandels vorgestellt – als Labor für das New European Bauhaus (NEB) und als Beispiel dafür, wie aus einem Ort des Handwerks ein zukunftsweisendes, klimaneutrales Quartier entstehen kann. Im Mittelpunkt stand die Frage, welches Potenzial das New European Bauhaus für die Entwicklung unserer Städte und Gemeinden entfalten kann und wie Nachhaltigkeit, Ästhetik und gesellschaftlicher Zusammenhalt zu einem neuen Verständnis von Baukultur verschmelzen.
Die zweite Ausgabe der Veranstaltungsreihe knüpft daran an und richtet den Blick auf das Leben im Quartier. Denn wenn das Bauen der Anfang einer Transformation ist, beginnt ihre eigentliche Wirkung erst dort, wo Menschen die entstandenen Räume mit Leben füllen. Ein Haus kann errichtet, ein Quartier geplant werden – Nachbarschaft hingegen lässt sich nicht bauen. Sie entsteht durch Begegnung, Teilhabe und die Bereitschaft, Verantwortung füreinander und für den gemeinsamen Lebensraum zu übernehmen.
Vielleicht ist Nachbarschaft die kleinste Einheit einer lebendigen Gesellschaft. Sie entscheidet darüber, ob aus räumlicher Nähe auch soziale Nähe wird. Dort, wo Menschen einander kennen, einander helfen und Gemeinsamkeiten entdecken, entsteht jene Kultur des Zusammenlebens, die Städte und Dörfer lebendig hält.
Leistbarer Wohnraum ist deshalb weit mehr als eine Frage der Finanzierung. Er entscheidet darüber, ob Menschen in ihrer Heimat bleiben können und Ortskerne Zukunft haben. Gleichzeitig verändert sich unser Verständnis vom Wohnen: Aus dem Wunsch nach einem privaten Rückzugsort wächst das Bedürfnis nach Gemeinschaft, nach geteilten Räumen und nach Nachbarschaften, die individuelle Freiheit ebenso ermöglichen wie soziales Miteinander.
Creating Neighbourhoods beschreibt genau diesen Perspektivenwechsel. Nicht das einzelne Gebäude steht im Mittelpunkt, sondern das Leben zwischen den Gebäuden. Architektur wird zum Rahmen für Gemeinschaft, Freiräume zu Orten der Begegnung und Quartiere zu Lebensräumen, in denen ökologische Verantwortung, soziale Teilhabe und hohe Baukultur zusammenfinden.
Transformation hat Bestand #2 widmet sich diesen Fragen anhand konkreter Projekte, wohnungspolitischer Perspektiven und praktischer Erfahrungen. Gemeinsam diskutieren Expert:innen aus Architektur, Forschung, Verwaltung und Wohnbau, wie leistbarer Wohnraum entstehen kann, welche Potenziale gemeinschaftliche Wohnformen und Baugruppen bieten und welche Kooperationen dafür künftig notwendig sind.
Denn die entscheidende Frage lautet heute nicht mehr nur, wie wir bauen, sondern wie wir miteinander leben wollen. Vielleicht beginnt die Zukunft Europas genau dort, wo Menschen wieder lernen, Nachbarn zu sein.
Das Tagungsprogramm ist in Arbeit und erscheint Mitte September 2026 hier.
Eine Kooperation von UNSERE Tischlerei Melk & ORTE Architekturnetzwerk Niederösterreich.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Um Anmeldung wird gebeten!
Es wird darauf hingewiesen, dass bei der Veranstaltung Fotos gemacht und zum Zweck der Öffentlichkeitsarbeit sowie der Dokumentation verwendet werden.

