Zu Besuch im Werk Möllersdorf von Kallinger Projekte
Geführter Rundgang & Gespräch
28May
Das rund 24.000 m2 große Gelände des Werk Möllersdorf ist ein eigener Mikrokosmos. Es war und ist Standort für eine Reihe von Industriebauten, die überwiegend zwischen 1919 und 1970 errichtet, als Baumwollspinnerei/Kammgarnfabrik, Appreturanstalt und zur Metallwarenerzeugung genutzt wurden. Einige der Hallen weisen bemerkenswerte architektonische Qualitäten auf. Für moderne Industriebetriebe aber mittlerweile unbrauchbar geworden, stehen die meisten davon leer.
Doch nicht mehr lange. Seit 2022 wird den alten Ziegelbauten von Kallinger Projekte neues Leben eingehaucht, die ersten Schritte sind bereits gesetzt. So wurde der lange unterirdisch laufende Mühlbach wieder freigelegt. Aus technischer Sicht fertig, wartet der Bach noch auf die Fertigstellung der Ufergestaltung, damit das volle Potential der blauen Infrastruktur ins Areal hineinwirken kann.
Halle 4 wurde von Koll Architekten als Pilotbeispiel für nachhaltige Sanierung mit modernster Technologie ausgebaut. Der derzeit noch als privates Oldtimer-Museum genutzte Raum soll sich zu einem Ort für kreatives Co-Working weiterentwickeln, der von Architektin Elsa Prochazka gestaltet wird. Ebenfalls fertiggestellt und bereits im Einsatz ist die Halle 9, die auf heutigen technischen Stand saniert wurde und nun das Sammlungsdepot des Architekturzentrum Wien beherbergt.
Der künftige Nutzungsmix aus Gewerbe, Wohnen und Kultur wird in Kooperation mit der gemeinnützigen Wohnbaugesellschaft „Neue Heimat“ entwickelt, die leistbares Wohnen im teils unbebauten Teil des Areals verwirklichen wird. Aus dieser Mischung soll ein Vorzeigebeispiel für umweltverträgliche und soziale Stadtteilerneuerung werden.
Die Führung beginnt mit einer Besichtigung des Az W Sammlungsdepots & Research Centers in der Halle 9, wo wir unter anderem erfahren werden, "wie man Architektur archiviert". Nach einem Rundgang auf dem Werksgelände, zum Bach und zu Baustellen, die aus architektonischer und inhaltlicher Sicht interessant sind, werden wir im schönen Ambiente der Halle 4 noch einen Blick in die Zukunft werfen, über die nächsten anstehenden Projekte erfahren und dann den Abend an der Bar ausklingen lassen.
Programm 16:00 Uhr Begrüßung und einführende Worte durch Winfried Kallinger, Geschäftsführer und Maximilian Karger, technischer Leiter und Projektmanager bei Kallinger Projekte 16:20 Uhr Führung im Sammlungsdepot mit Monika Platzer, Sammlungsleiterin des Az W 16:40 Uhr Führung durchs Werksgelände mit Martin Moser, Geschäftsführer & Partner bei X42 Architektur ZT GmbH, Winfried Kallinger und Maximilian Karger 17:10 Uhr Präsentation der geplanten nächsten Schritte, Podiums- und Publikumsgespräch in Halle 4 18:00 Uhr Ausklang an der Bar in Halle 4
Hinweis: Das Az W lädt bereits ab 14:00 Uhr zum "Open Storage". Nutzen Sie die Gelegenheit für eine ausführliche Besichtigung des Smmlungsdepots & Research Center. Es erwarten Sie ikonische und überraschende Objekte zur österreichischen Architektur des 20. und 21. Jahrhunderts, sowie ein 80er-Geburtstags-Special für Adolf Krischanitz.
Projektbeteiligte bei der Arealentwicklung Städtebau: X42 Architekten (noch in Entwicklung) Architektur Halle 4: Basis: Koll Architekten, Katzkow & Partner; Ausbau: Elsa Prochazka (Fertigstellung 2023 -2026 ff.); Architektur Objekte 5, 6 und 7: Finn Erschen, X42 Architekten (Baubeginn: 2025 ff.) Architektur Halle 9: X42 Architektur ZT & polar÷ architekturbüro (Fertigstellung 2024)
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit Kallinger Projekte und dem Architekturzentrum Wien statt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Um Anmeldung unter office@orte-noe.at wird gebeten. Es wird darauf hingewiesen, dass bei der Veranstaltung Fotos gemacht und zum Zweck der Öffentlichkeitsarbeit sowie der Dokumentation verwendet werden.
Für die Programmierung der Architekturtage 2026 eröffnet die Infrastruktur ein weites Feld an Themen und Formaten, von der Großstadt bis zum Dorf, vom alpinen Raum bis zur Donau. Infrastruktur bildet die Schnittmenge dessen, was Architektur und Ingenieurwissenschaft leisten können. Sie bietet faszinierende Einstiege in komplexe Themen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, für Fachpublikum und Laien. Sie eröffnet Gesprächsräume über das, was uns verbindet
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